OÄ Dr. med. univ.

Judith Kloiber

Orthopädin & Unfallchirurgin
flatfoot correction

Plattfuß-Korrektur

Indikationen

Veränderung der Fußstellung, Schmerzen beim Gehen, Fehlbelastung des Fußes

Wenn eine Operation notwendig sein sollte, kann diese in der Klinik Floridsdorf, der Privatklinik Döbling oder in der Atomos Klinik durchgeführt werden.

Stadiengerechte Operation beim Plattfuß: Differenzierung zwischen flexiblem (korrigierbarem) und rigidem (nicht korrigierbarem) Plattfuß.

Flexibler Plattfuß: primär gelenkerhaltende Korrekturen: Sehneninspektion/Naht der Tibialis‑posterior‑Sehne (ggf. Augmentation z. B. FDL‑Transfer), medialisierende Calcaneus‑Osteotomie zur Achskorrektur des Rückfußes; je nach Befund Ergänzungen am Vor‑/Mittelfuß.

Rigider Plattfuß: knöcherne Korrektur mit Arthrodesen (z. B. Double‑Arthrodese: Subtalar + Talonavikular), um Achse/Höhe dauerhaft zu stabilisieren und Schmerzen zu reduzieren.

Ziel: Aufrichtung des Fußgewölbes, schmerzreduzierte Belastbarkeit und sichere, alltagstaugliche Funktion.

Tibialis-posterior-Sehne

Sehneninspektion und Naht

Indikationen: Tendinopathie/Teilriss der Tibialis‑posterior‑Sehne (häufig Stadium II des erworbenen Plattfußes), medialer Fußschmerz, fortschreitende Fehlstellung bei noch korrigierbarem (flexiblem) Plattfuß.

OP-Ablauf: Freilegung und Inspektion der Sehne, Tenosynovektomie (Entfernung entzündeter Sehnenschleimhaut), Sehnennähte/Refixation je nach Läsion; je nach Befund Kombination mit Sehnenaugmentation (z. B. FDL‑Transfer) und knöcherner Korrektur (z. B. medialisierende Calcaneus‑Osteotomie) möglich.

Nachbehandlung: Ruhigstellung/Orthese für ca. 6 Wochen, stufenweise Teil‑ zu Vollbelastung nach Schmerzlage und Nahtschutz, Physiotherapie mit Kräftigung und Propriozeption; Rückkehr zu Alltag und Sport abhängig vom Befund typischerweise nach ca. 12+ Wochen.

Calcaneus-Osteotomie

medialisierende Rückfußkorrektur

Indikationen: flexibler Pes planovalgus mit Rückfußvalgus und Kollaps des medialen Längsgewölbes, häufig im Rahmen der Tibialis‑posterior‑Insuffizienz (Stadium II).

OP-Ablauf: Schnitt Osteotomie am Fersenbein mit medialem Versatz (typisch 5–10 mm) zur Achskorrektur; Fixation mit Schrauben/Platten. Häufig Kombination mit Sehnenprozeduren (z. B. FDL‑Transfer) und ggf. Vor-/Mittelfußkorrekturen.

Nachbehandlung: Walker/Orthese, Teilbelastung für ca. 4–6 Wochen bis zur knöchernen Konsolidation, frühfunktionelle Mobilisation, anschließend Belastungssteigerung und Propriozeptionstraining; Rückkehr zu Alltag/Sport abhängig vom Verlauf.

Arthrodese (Double)

Fusion von Subtalar‑ (talo‑calcanear) und Talonavikulargelenk („Double‑Arthrodese“)

nicht gelenkerhaltend

Indikationen: rigider (nicht korrigierbarer) Plattfuß mit Schmerz und Funktionsverlust, Arthrose/Fehlstellung im Subtalar‑ und/oder Talonavikulargelenk, Versagen konservativer oder weichteiliger Verfahren.

OP-Ablauf: Achs‑ und Höhenkorrektur des Rückfußes mit gleichzeitiger Fusion von Subtalar‑ (talo‑calcanear) und Talonavikulargelenk („Double‑Arthrodese“); knöcherne Vorbereitung, Korrektur unter Bildwandlerkontrolle, stabile Verschraubung/Stapel/Plattenosteosynthese.

Nachbehandlung: Ruhigstellung (Walker/Unterschenkelgips) mit Teilbelastung für ca. 6–8 Wochen bis zur knöchernen Konsolidierung; dann Vollbelastung im Walker für weitere ca. 4-6 Wochen, physiotherapeutische Mobilisation/Kräftigung. Rückkehr zu Alltag nach Konsolidation, sportliche Belastung je nach Verlauf ab 12+ Wochen.