OÄ Dr. med. univ.

Judith Kloiber

Orthopädin & Unfallchirurgin
nerve entrapment

Nervenengpasssyndrome

Indikationen für Operation

Nervenengpasssyndrome (Hand/Fuß)

Wenn eine Operation notwendig sein sollte, kann diese in der Klinik Floridsdorf, der Privatklinik Döbling oder in der Atomos Klinik durchgeführt werden.

Wann operieren? Bei anhaltenden Beschwerden trotz konservativer Therapie (Schiene, Einlagen, Entlastung, Infiltrationen), nachts betonten Schmerzen/Parästhesien, Kraftverlust oder Atrophie (Thenar/Intrinsic), nachweisbarer Nervenleitungsverzögerung/Block im ENG/EMG sowie klarer klinischer Zeichen (positiver Tinel/Phalen, Tarsaltunnel‑Tests) oder relevanter Alltags-/Arbeitsbeeinträchtigung.

Ziel der Operation ist die Dekompression des eingeklemmten Nervs und die Vermeidung bleibender Schäden (Sensibilitätsverlust, Muskelschwäche).

Karpaltunnel

Spaltung Karpaltunnel, Verlegung des Nervus medianus

Kribbeln und Schmerzen 1.-3. Finger 

Indikationen (OP): Therapieversagen (Schiene/Infiltration), nächtliche Schmerzen/Parästhesien, sensomotorisches Defizit (v. a. Thenaratrophie/Schwäche), deutliche Leitungsverzögerung im ENG/EMG.

OP-Ablauf: OP in Leitungsanästhesie (keine Vollnarkose notwendig) offene Dekompression des Nervus medianus durch Spaltung des Retinaculum flexorum (Karpaldach); sorgfältige Blutstillung und Schonung der begleitenden Strukturen.

Nachbehandlung: Kurzzeitige Verband, frühzeitige Fingerbewegung, Nahtentfernung nach 10–14 Tagen, Narbenpflege/Desensibilisierung; rasche Alltagsbelastung, schwere Lasten nach individueller Freigabe.

tageschirurgischer Eingriff (OP und Entlassung am selben Tag)

Tarsaltunnel

Dekompression Nervus tibialis

therapieresistente Schmerzen an der Ferse

Fersensporn-ähnliche Beschwerden

Indikationen (OP): persistierende plantare Parästhesien/Schmerzen trotz Einlagen/Physiotherapie/Infiltrationen, sensomotorische Defizite (Zehenbeuger/Intrinsic), positiver Tinel am Tarsaltunnel, Leitungsverzögerung im Nervenleitgeschwindigkeit

OP-Ablauf: Dekompression des Nervus tibialis im Tarsaltunnel: Spaltung des Retinaculum flexorum, Neurolyse der Äste; ggf. Mitbehandlung begleitender Raumforderungen (Ganglion/Knochenanbauten).

Nachbehandlung: Hochlagerung/Abschwellung, frühe Fuß-/Zehenbewegung, schmerzadaptierte Belastung/Gehen; Fadenzug nach 10–14 Tagen, schrittweise Steigerung der Aktivität, Narbenpflege/Desensibilisierung.